Die meisten Büros sind zu groß, halb leer und trotzdem nicht für die Arbeit gemacht, die heute darin stattfindet. Seit sich die Arbeit verändert hat, fehlt vielen Verantwortlichen die belastbare Antwort auf eine einfache Frage: Wie viele Arbeitsplätze, wie viele Quadratmeter, welche Art von Flächen braucht es eigentlich? Wer keine Methode hat, schreibt im Zweifel den alten Bestand fort – oder weicht aus Angst vor dem Großraumbüro lieber gar nicht von der gewohnten Struktur ab.
Dabei beginnt eine gute Bürowelt nicht beim Schreibtisch, sondern bei der Küche.
In unseren Workplace-Projekten steht ein großzügiger zentraler Küchen- und Begegnungsbereich im Mittelpunkt, ein Marktplatz, ein zentraler Treffpunkt, Heimathafen. Hier wird Pause gemacht, sich getroffen, nebenbei das Wichtigste geklärt. Gute Zusammenarbeit entsteht zuerst an diesem Ort, nicht im Besprechungsraum.
Um die Küche herum gruppieren sich die Hubs – Zonen für die unterschiedlichen Arten zu arbeiten: konzentriert (laut und leise), kommunikativ (geplante wie spontane Besprechungen) und im Team (Projektarbeit und Workshops). Offene und geschlossene Bereiche, klar voneinander getrennt, damit niemand andere stören kann. Entscheidend ist dabei der richtige Mix: genug geschlossene Einzelbüros für die Konzentrationsarbeit mit Störfaktor, genug offene Flächen für alles andere. Stimmt dieses Verhältnis, passt das Büro – und das wird ausdrücklich kein Großraumbüro!
Wie viel von jeder dieser Arbeitsmöglichkeiten ein Standort tatsächlich braucht, ermitteln wir mit unserer Arbeitsarten-Analyse – einem einfachen Werkzeug, das den realen Bedarf sichtbar macht, statt ihn zu schätzen.
Und für die schnelle Orientierung gibt es eine Faustformel: 40 Schreibtische pro 100 Mitarbeitende, 15–18 qm Hauptnutzfläche pro Schreibtisch – je nach Setting und Eingriffstiefe, Besprechung, Technik, Projektarbeit und Verkehr bereits eingerechnet. Dabei muss der Eingriff gar nicht groß sein: Oft genügt es, die Räume strukturell zu lassen und nur neu zu möblieren. So entsteht eine Bürowelt, die kleiner, schöner und funktionaler ist als fast alles, was Unternehmen heute haben.
Im Webinar zeigen wir, wie Küche und Hubs zusammenspielen, wie die Formel funktioniert und wie aus den Daten eine konkrete Flächenplanung wird – inklusive eines Wirtschaftlichkeitsvergleichs „weiter wie bisher“ gegen „mobil“, der zeigt, ab wann sich der Umbau rechnet.



